Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
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Rinde, etwas ſuchet. Aber ein langer und Dieſtarcker Schnabel war ihm noͤthig, weil er Vogel.

durch das hacken auf die Aeſte ausforſchenmuß, wo ein wurmſtichiges und hohles Ortſeyn mag' Da nun, wo der Aſt hohl klin-get, durchloͤchert er die Rinde und das Holzmit ſeinem Schnabel; ſteckt ihn hernachin das gebohrte Loch, und giebt einen ſehrſtarken Schal oder Pfiff von ſich, dadurcher das ſchlafende Ungeziefer aufwecket, undin Bewegung bringet; hernach ſaͤhrt er mitſeiner Zunge ins Loch, und ziehet mit denendaran befindlichen ſtarken Haaren, und mitdem anklebenden Kleiſter die Thierlein her-aus,, ſo darinnnen ſtecken, und verzehret

ſie.Ganz anderſt, als der Gruͤnſpecht, iſt der Der

Reiger beſchaffen, der in Vergleichung mit Reiter.

jenem, ſo zu ſagen, auf Stelzen geht. Sei-ne Fuͤſſe und Schenkel ſind ſehr lange, undohne Federn. Der Hals iſt lang, der Schna-bel ganz auſſerordentlich groß, ſehr ſpitzig

und am Ende mit Zaͤhnen ausgeruͤſtet.Was fuͤr eine Abſicht mag nun eine der-gleichen ſeltſame Geſtalt haben? Der Rei-ger lebet von Froſchen, Muſchelwerk undFiſchen, die er im Schlamm und Moraſteam Ufer des Meeres und der Fluͤſſe findet.Zum herumwaden in Waſſer und Koth,hatte er keine Federn an ſeinen Schenkelnnoͤthig, aber wohl lange Beine, damit erK 2 deſto