Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
Seite
324
JPEG-Download
 

324 Schauplatz der Natur.

——

Die deſto weiter ins Waſſer, laͤngſt dem Ufer,Vogel ſteigen kan, als woſelbſt die Fiſche gewoͤhn-

licher Weiſe ihre Nahrung ſuchen. Einlanger Hals, und gleichmaͤßiger Schnabel,dienen ihm, ſeinen Raub in einer groͤſſernWeite anzupacken und zu erreichen. DieZaͤhne oder Zacken an ſeinem Schnabel,welche die Geſtalt, wie zuruckgebogene Haa-cken, haben, dienen ihm, die Fiſche veſt zuhalten, welche ſonſten wieder entwiſchen koͤn-ten. Endlich, ſo ſchaffen auch ſeine groſſeFluͤgel, welche man bey dem kleinen Toͤr-per des Reigers fuͤr unbequem halten ſolte,ihme gar groſſen Nutzen. Er kan lange imfliegen ausdauren, und ſchwere Laſten inſein Neſt tragen, welches bißweilen eineoder zwey Meilen von dem Orte, woſelbſtener fiſchet, entfernet lieget. Ein guter Freundvon mie, der ein Land⸗Gut in der Gegendvon Abbeville an einem fiſchreichen Flußbeſitzet, hat eines Tages einen Reigereinen der groͤſten Aalen in ſeinen Stand

tragen ſehen, ohne daß ihn der Aal durch ſein

beſtaͤndiges ſchleudern, haͤtte am fliegenverhindern koͤnnen. Was wir anjetzo vondem Reiger erwehnet, das kan man auf vie-le andere Voͤgel ziehen, die mit ihm eineAehnlichkeit haben.

Die Graͤfin. Dieſes iſt das erſtemahl,da ich den nuͤtzlichen Gebrauch aller dieſerSchnaͤbel erklaren hoͤre, die mir bishero ſehtunge-