Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
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330 Schauplatz der Natur.

Die chen, und bringe an deren ſtatt Sitten-Vogel. Lehren zum Vorſchein, die er nicht verlan-get. Was ich Ihnen jetzo erzehlen will, HerrChevaller, das habe ich von einem Kauf-mann zu St. Malo gelernet, einem groſſenSee- Fahrer, welcher meinem Gemahl dieausländiſche Seltenheiten in ſein Cabinetverſchaffet. Als vor einem halben Jahre

er von einer Reiſe aus Amerlca und von

den Guineiſchen Kuͤſten zuruͤck kam, beſuch-

te er uns, und verehrte mir zwey Colibri,zwey Voͤgel⸗Fliegen, und zwey Straußſen⸗Eyer, erzehlte uns auch verſchiedene an-Woehe und beſondere Dinge von dieſen

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oͤgeln.Biblioth. Der Colibri iſt ein Amerieaniſcher Vo-den man wegen ſeiner Schoͤnheit, de -

univ.& gel768, bens Art, und kleinen Geſtalt, fuͤr ein Wun-Obſerv. derwerck der Natur halten kan. Die Vo-Cur. tom. gel⸗Fliege iſt zwar noch kleiner, aber der co.2. libri hingegen iſt viel ſchoͤner, und gleichetin Vermiſchung der ſchoͤnſten Farben einemRegenbogen. Der Hals iſt ſo hellroth, alsein Rubin. Sein Bauch, und das untereder Fluͤgel iſt goldgelb; die Schenkel ſindſo grün, als Smaragden, die Fuͤſſe und derSchnabel ſchwarz und glatt, wie Ebenholz,beede Augen gleichen laͤnglichten Diaman-ten, und an Farbe dem blau angelauffenenStahl. Der Kopf zeiget die ſchoͤnſte Gruͤ-ne, mit untermiſchtem Gold⸗ Glam, daß

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