Band 
Erster Theil. Von Insecten, Thieren und Pflanzen.
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Vierzehendes Geſpraͤch. 471

drücken und zuſammen preſſen; laͤſſet man Dieſie wieder frey/ ſo fahren ſie wieder in die PflansHoͤhe und nehmen mehrern Plaz ein. Eben zen.

ſo iſt es mit der Lufft beſchaffen. Der eini-ge Unterſcheid zwiſchen beeden beſtehet datrinnen, daß die Wollen ⸗Faͤſerlein ſehrſchwach, dahingegen die Lufft Theilgen dermaſſen ſteif und ſtark ſind, daß, wenn mandasjenige wegſchaffet, was ihnen im Wegeſtehet, ſie ſich auf einmahl ausdehnen, undbißweilen alles über den Haufen werfen,was ſie antreffen. Nun wollen wir die Er-klaͤrung dieſes Triebes be) den Pflanzen

anwenden..Der Gaͤrtner legt die Erde mit ſeinemGrab ſcheit oder Pfſug herum, und bemuͤhetſich das unterſte zu oberſt zu kehren. Indieſer Erde bleibet eine groſſe Menge Lufft-Theilgen verſchloſſen. Wenn nun mit An-fang des Fruͤhlings und der Waͤrme, dieum uns ſchwebende Lufft,(atmosphæra)welche in der Kaͤlte ganz dick und ſchwehrgeweſen, anfaͤnget ſich zu zertheilen, emporzu ſteigen, und an den Sonnen⸗Strahlenzu verdünnen: ſo verſpühret auch die in derErde eingeſchloſſene Lufft die Wuͤrkung deranwachſenden Waͤrme, und dehnet ſichauch an ihrem Orte etwas auseinander:Sie beweget ſich ſtoͤſſet und druͤcket an dienahe liegende Coͤrper, und bringet dasWaſſer, das Salz, und das Oel, welchesG94 ſie