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Vierzehendes Geſpraͤch. 70
ſo werden dleſe dadurch fruchtbar gemacht, dieund es wachſen ſodann viele Fruͤchte. Die Pflan-andern annoch unzehlige Staub⸗Koͤrnlein zen.
ſind deßwegen nicht unnuͤze: die Bienen ma-chen ihr Wachs davon, uͤnd viel ander Un-geziefer ernaͤhret ſich, oder ſchaffet andernuns bißhero unbekannten Nuzen damit.Wir ſollten anjezo Fruͤhling haben, damitteir dem Herrn Chevalier alles zeigen koͤnn-ten.
Zum Exempel in der Tulipe, die ihre Die Tu-Blätter gegen den Himmel oͤfnet, ſind die lie.
Fädelein hoͤher, als der Griffel, damit derStaub aus den Haͤuptlein auf den Griffelfallen moͤge, entweder von ſich ſelber, oderdurch Huͤlfe des Windes. Wenn hinge-gen bey der Kayſer⸗Blume, die unterwaͤrtshaͤnget, bey denen Alien und Geiß⸗Blu-men, deren Blatter ſehr flach liegen, derGriffel körzer waͤre, als die Faͤdelein: ſomuͤſten die Staub ⸗Koͤrnlein nothwendigauf die Erde fallen, und wuͤrden bey demSaamen⸗Korn im Griffel nichts helfen;So aber, da der Griffel langer iſt, als dieFäͤdelein, muß der Staub im fallen aus denHaäuptlein auf ihn treffen, und kan ſeineWüͤrkung ohne Hinderniß thun; und die-ſes iſt die Ordnung der Natur bey dieſenBlumen.
Der Chevalier. Madame, hier iſt eine DieSonnen Blume: Erweſſen Sie mir 3Gna-