zen.
738 Schauplatz der Natur.
Die noͤthig, es ſo cheuer bey ſchlechten JahrenPflan⸗ anderwaͤrts aufzukauffen.
Der Graf. Dieſe Vorſicht gebrauchendie Hollander, welche allezeit doppelten Vor-rath haben. Bey einem ſo groſſen Koͤnig-reiche, als Frankreich, ſcheinet es zwar einſehr ſchwehres Unternehmen zu ſeyn; Wennman aber die Koſten einmahl aufgewendethaͤtte, ſo wuͤrden die Armen nicht mehr mitdem hohen Preiſſe uͤberſezet, und denen Nei-chen begegnete kein Schimpf; wir haͤttenkeine Hungers⸗Noth zu befuͤrchten, welchesdas groͤſte Ubel von der Welt iſt. Dennder Hunger reibet allezelt einen Theil derEinwohner auf, und die uͤbrigen muͤſſen ingroſſen Sorgen wegen Auftuhres oder an-ſteckender Krankheiten leben.
Der Prior. Die Anſtalt, davon Siegeſprochen, wuͤrde nicht nur das Übel anſich ſelber, ſondern auch die Furcht davorhinweg nehmen, welche bißweilen eben ſoſchaͤdlich iſt, als jenes. Bey dermahligenUmſtaͤnden darf nur ein den Feld⸗Fruͤch-ten gefaͤhrlich⸗ ſcheinender Monds⸗ Brucheinfallen, ſo werden alle Korn⸗Boͤden ge-ſchloſſen, und es entſtehet eine Theurung,obgleich ein wuͤrklicher Uberfluß an allenDingen vorhanden iſt. Es ereignen ſichſolche Unordnungen, dagegen die kluͤgſtenAnſtalten nichts helfen. Wenn man anjedem Orte des Koͤnigreichs einen 5