Erklaͤrung der Kupfer.
Blasbalges. M. Groſſer Hahnen, damit der Wein deſtogeſchwinder aus dem Faß rinne. N. Der Spund, da-mit man ein friſch⸗gefuͤlltes Faß oben zuſchlaͤget, damitdie aͤuſſere Lufft den Wein nicht auslauffen laſſe, gleich-wie ſonſten beym Wegnehmen des Schlauches geſchehen
wurde.Die groſſe Belter. pag. 398.
A. Grund⸗Hoͤlzer. B. Zwerch⸗Hoͤlzer. C. Die To-cken. Diejenigen Balken, ſo zu des Leſers linker Seiteſtehen, ſind eigentlich die rechten Tocken ſchlechtweg.Die kuͤrzern Balken zur rechten Hand, nennet man diefalſchen Tocken. Zwiſchen den falſchen Tocken gehendie Ruh-Balken mitten durch, worauf die Druck- Baͤu-me ruhen, und, wenn es noͤthig, hin und her gewiegetwerden koͤnnen. D. Die Druck- Baͤume, ſind ſtarkeBalken, wenigſtens zwey an der Zahl, wenn man ſienemlich ſtark genug haben kan. Gemeiniglich ſind ihrerviere, zuweilen auch ſechſe. E, Die Spindel. Ihrunterſtes Theil heiſſet der Spindel- Zapfen. G. DasRad, welches durch Huͤlfe fuͤnf biß ſechs Maͤnner dieSpindel rechts oder links um drehet, damit die Druck-Baͤume auf- oder abwaͤrts ſteigen. H. Der Kaſten.Iſt von ſtarken Balken ins gevierdte zuſammen geſetzet,und inwendig mit Steinen ausgefuͤllet. Der Kaſten hatzehen Schuh in die Laͤnge, und auf jedweder Seite fuͤuft—halben Schuh in die Breite. Man kan ihn in dem aus-gemauerten Brunnen, woraus er im Kupfer-Stiche her-vor⸗ raget, auf und nieder laſſen. Er wieget mehr alsdreyſig Centner. So, wie man die Kelter vorgeſtelletſleht, ruheter, ſtoͤſſet an der Erde auf, und haͤlt die Druck-Baͤume vermittelſt der Ruhe- Balken im Gleich- Gewich-
te. Wenn man nun die Kelter gebrauchen will, Sodrehet man erſtlich das Rad. G, Der Kaſten bleibtauf der Erde ruhen. Allein die Gewalt der Spindeltreibt die Druck⸗Baͤume gegen F. iu die Hoͤhe, daß15 ſich auf der andern Seiten herab- laſſen muͤſſen.enn nun die Druck⸗Baͤume auf der Linken Hand zwiſchen den Tocken etwas herab: hangen, ſo ſchlaͤget manIwi-