2 Schauplatz der Natur.
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Die einen ſehr anmuthigen Anblick, jedoch habe6 4 ich ſie noch nicht in der Nahe, ſondern nurBluů-then
u. pom Ercker herab, geſehen.
Die Graͤfin. Wir koͤnnen ja hinuntergehen, und ſie in der Naͤhe betrachten. Siebelieben mir doch zu ſagen Herr Prior, wo-her es kommt, daß man beym Eintritt ineinen bluhenden Garten auf einmahl ganzaufgemuntert wird? Warum man, ohneſeine Gedancken auf etwas gewiſſes zu wen-den, ein Vergnuͤgen empfindet, das mananderwaͤrts nicht verſpuͤhret? Ich glaube,es ſey die Urſache in denen trefflichen Far-ben der Blumen zu ſuchen, welche uns indie Augen fallen. Die Blumen ſind nichtvergeblich alſo gezieret. i
Der Prior. Was haben ſie vor eineMeynung hievon, Herr Chevalier?
Der Chevalier. Die Warheit zu ge-ſtehen, es iſt mir niemalen eingefallen, denEndzweck der Blumen zu unterſuchen: Un-terdeſſen, weil ſie mich vergnuͤgen, ſo glau-be ich/ ſie ſeyen deswegen da, damit ſie unsbeluſtigen. i 5
Die Graͤfin. Dieſer Einfall klingt zim-lich ſchmeichleriſch; Solte er wohl in derThat nur eine bloſſe Schmeicheley zumGrunde haben, und eine ſuͤſſe Einbildungunſerer Eigen⸗Liebe ſeyn?
Der Prior. Von dergleichen Gedan-cken bin ich weit entfernet; in der Mah