Band 
Zweyter Theil. Enthaltend, was ausser und in der Erde befindlich.
Seite
10
JPEG-Download
 

10 Schauplatz der Natur.

Die Die Hraͤfin. Es iſt wohl wahr, daßA Wen man von jeder Blume insbeſondere ſagenthen., kan, was Malherbe von einer andernSchoͤnheit ſpricht: Die ſchoͤnſten Geſchoͤ-pfe ſind dem haͤrteſten Schickſale unter-worfen: Sie hat nicht laͤnger gelebet, alsdie Roſen pflegen; nehmlich nur einen ei-nigen Tag.Alleine da die meiſten Blumen deswe-gen vorhanden ſind, damit ſie die Wohnungf des Menſchen auszieren, wenigſtens eine3 Zeitlang: ſo kommen ſie durchaus nicht al-4 daß le auf einmahl oder zu einer Jahres: Zeiteinander. zum Vorſchein, ſie loͤſen einander in ihremienſte ab; Sie vergleichen ſich, verſchie-dene Monathe auszuſchmuͤcken, und folgenſo aufeinander, daß allezeit nur einige Ar-ten auf einmahl zum Vorſchein kommen:Man hat ſich ſelten uͤber das Auſſenbleibenderjenigen zu beſchwehren, an denen dieReyhe iſt.Mannig⸗ Der Prior. Indem die Blumen alſofaltiokeit aufeinander folgen, ergoͤtzen ſie uns mit ei-bar ölnnem herrlichen Schauspiel, deſſen Auszie-jedwe⸗ kungen in der ſchoͤnſten Ordnung abwech-der Jah- ſeln. Das Leber⸗Kraut, die Schluſſel-reszeit. Blumen, die Veilgen, die Hyacinthen, dieBaͤren⸗Oehrlein,(Auriculn) die Mayen-blumlein, die Narciſſen, die Anemonen, ſtel-len uns den erſten Actum, ſo zu ſagen/ vor.Dieſe verſchwinden meiſtentheils/ undmachen