alle die Blumen, ſo auf dem Luſt⸗Stuͤcke Dieſtehen! Einige ſteigen mit ſtolzem Pracht Blu-in die Hoͤhe. Andere, ohne ſich ſo zu bruͤ⸗ 9
ſten/ ziehen durch ihre regelmaͤſſige Schoͤn-
Bluͤ-
heit die Augen auf ſich. Was vor ein ed⸗ then.
les Weſen nimmt man an den Tulpenwahr! Mit was vor einer Zierlichkeit undſchoͤnen Eintheilung ſtehen die Blaͤtter andem Stengel, woraus bald eine Lilie her-vor ſproſſen wird! Am Fuſſe dieſer maje-ſtaͤtiſchen Blumen, ſehe ich ein Dreyfaltig-keits⸗Bluͤmgen(Stief⸗Muͤtterlein, penſee)dieſes thut ſich nicht hervor, eben als wennes ſich ſcheuete zu erſcheinen. Von fernenlaͤſſet es ziemlich ſchlecht, allein in der Naͤ-he ergoͤtzet es uns durch ſeinen lieblichenGeruch und beſondern Anmuth.
Die Graͤfin. Sie machen mir ein Ver⸗ Ledgnuͤgen, daß Sie es aus ſeiner Finſterniß dieſes
hervor ziehen. Es gefaͤllt mir unter allenBlumen am beſten, nicht allein weil manes zu allen Jahrs⸗Zeiten haben kan, undes den Abgang anderer beſtaͤndig erſetzet,ſondern auch weil die Zartheit ſeiner Blaͤt-ter und Schoͤnheit ſeiner Purpur⸗Farbeunvergleichlich iſt. Wenn man den al-lerfeineſten Sammt dagegen haͤlt, ſo ſcheinter ganz grob, und einem zwilchenen oder
haͤtenem Gewebe aͤhnlich.Der Chevalier. Es iſt wahr„ unſereSeuche ſind weder ſo linde/ noch ſo eAls
Gedan-