DieBlu-menundBluͤ-then.
Geſtalt
derBlu-
men.
14 Schauplatz der Natur.
angebrachtes oder gralles. Aus der Ver-
9 ſo vieler Farben entſtehet eine Zu-
ſammenſtimmung ſehr mannigfaltiger Din-ge, welche das Auge ungemein vergnuͤget.Nimmt man ſie beſonders vor, ſo iſt kei-ne einige, die man nicht wegen einer ihr be-ſondern Annehmlichkeit wehrt achten muß,keine einige, die ſo zu ſagen nicht perſoͤn-liche Qualitaͤten habe. Wir wollen dieerſte beſte abbrechen, die uns in die Handkommt. Es iſt eine von den leztern ge-ſtreifften Anemonen. An ihr allein findeich, was ich an dem ganzen Blumen-Beete bewundert habe. Ich bemerke ganzunterſchiedene Farben, und Schattierun-gen von eben dieſen Farben, die ſich nachund nach verliehren, und ganz gelinde ineinander fallen. Sie hoͤren auf, ohne daßman zeigen kan, an welchem Orte. Hin-gegen die Tulpen ſetzen in ihre FarbenFlecken, die von dieſen ſtark unterſchiedenſind, und eben deswegen, weil man denUnterſcheid ſo ſtark merket, faͤllet der bee-derſeitige Glanz deſto lebhaffter in die Au-
en.
5 Die Goͤttliche Weisheit hat nicht alleinBelieben getragen die Blumen mit aller-hand Farben auszuſchmucken; Sie hatauch einer jedweden eine beſondere An-nehmlichkeit beygeleget, was die Geſtaltbetrifft. Werfen Sie einen Blick 55
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