86 Schauplaz der Natur.—
Begleitungen auf ihme, vermittelſt des Propfens/tung zu wege bringen Man treibt den Stamm,960 Fa wenn man will in die Hoͤhe, durch dasken des beſchneiden, und wenn man alles weg-Zuſt) nimmt, was aus dem Stamme herausKückes, treibet. Das Hauptwerk bey ihrer WarTrets. kung iſt, daß man einige Knoͤpfe wachſenlaͤſſet, andere wegſchneldet, und die Sto?cke ſelbſten beſchneidt, einen mehr, den andern weniger. Daher komt, daß die Knoͤp-ſe nach und nach ausſchlagen, einige zuEnde des Sommers, andere im Herbſteandere biß in den Winter. Nichts ileichter, ais das Mittel, wie man ſich aldieſer lieblichen Blume laͤnger als gewoͤhl-lich, vergnuͤgen koͤnne.
Der Cbevalier. Ich erkenne immedeutlicher, daß die gemeineſten Sachenin der That die ſchoͤnſten ſind; und daßman nicht nöthig hat, ſeines Vergnügenwegen, in fremde Laͤnder zu lauffen.Der Graf. Man darf nur dasjenig-in Ordnung bringen, was die Natur unvor die Augen hinſtellet. Sie werden! aIhrer Meynung noch mehrers beſtäͤrkewerden, wenn Sie die andern Aus zierungunſerer Gaͤrten erfahren. Wir wollen d öLinden, die Haſel⸗Stauden, den WeißDorn, die Obſt⸗Baͤume, mit einenWorte alle dieſe Pflanzen, die hier ſicßin aller Freyheit aufwachſen laſſen; 10
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