Band 
Zweyter Theil. Enthaltend, was ausser und in der Erde befindlich.
Seite
98
JPEG-Download
 

98 Schauplatz der Natur.

Beglei- den Sie mir erlauben zu antworten, daßtung o. ein Garten nicht ſowohl eine Nachah-dane mung der Natur, als vielmehr die Na.ren des tür ſelber ſey, die man uns vor AugenLuſt ſtellet, und durch Beyhuͤlfe der Kunſt zumſluͤckes, Nutzen anwendet. Ich muß frische LufftGarten- haben: Dieſe ſchafft man mir durch eineeets kleine Ebene„und offene Gaͤnge.will meine Augen weiden an demjenigen!was die Natur hervor bringt: Zu demEnde ſezet man mir die Blumen und dasGebüͤſche in ſolcher Ordnung hin, daßkeines das andere verhindert. Ich moͤch-te gerne mich um ſehen, mich gegen delWinde bedecken, in der Einſamkeit ſizeſlund dennoch andern Leuten den Eingangin meinen Garten nicht verwehren: Alledieſe Vortheile ſchaffen mir die Raſen-Huͤgel. Man will ebenfalls des kuͤdlelSchattens genteſſen, dieſes Vergnuͤgelgenieſſe ich auch vermittelſt eines ange,nehmen Luſtwäldleins, und durch ſelbige,flleſſenden Waſſers. Die Kunſt beruh-bey den Gaͤrten nicht darlnnen, daß maDimae nachaffet, oder einen fur die Lalge Weile ins freye Feld gucken laſe,Sie deſtehet auch nicht in Bogen, Gaͤſßgen von gruͤn⸗angeſtrichenenen Holze, no,in einem mit Marmor uͤberzogenen Lu,Hauſe, oder im Auſchauen einer ſteine

nen Waſſer⸗Nymphe, die ihre Urner