Siebendes Geſpraͤch. 157
chet, mit mehrerer Wuͤrkung arbeitet; Die zu-oder, weil ein Baum, der niemahls be- behö-ſchnitten worden einen Nahrungs, Saft des Ni,in eine gröſſere Menge kleiner und gros, chengar-ſer Aeſte austheilet. Dieſer gielt ſodann tens.vieles und, ich weis ſelbſten nicht rechtwarum? weit wohlgeſchmackteres Obſt.Weil nun die hochſtaͤmmigſten Baͤume,an deren Vermehrung ſo vieles gelegen,faſt allezeit dem Kuͤchen ⸗ Garten be-ſchwehrlich fallen, weil ihr Schatten denSpalieren und Kuͤchen⸗Gewaͤchſen ſcha-den kan, ſo raumet man ihnen einen be-ſondern Ort ein. Man pflanzet auch die-jenigen Gattungen von Birnen dahln,welche im Munde ſo zu ſagen verſchmel-zen, aber an den Spalieren nur pelzichtund nicht gar wohlgeſchmaeckt werden duͤrf-ten, aus Mangel der freyen Lufft: Der-gleichen ſind le doyenne, le beſi de la mot-te, und le ſueré verd.
Auch verweiſet man diejenigen Birnenin den Baum⸗Garten, welche, wegen ih-rer mittelmaͤſſigen Groͤſſe, ſo viele Ge-fahr vom Winde nicht zu befuͤrchten ha-ben. Ebenfalls gerathen die Aepfel dabeſſer, als auf Zwerg⸗Baͤumen oder anSpalieren. Der Azerolen⸗Baum, derMiſpel⸗Baum, die Zeller⸗Nuͤß⸗Staudeund einige Maulbeer⸗Baͤume, finden ih-ren Plaz auch daſelbſten, um in 8
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