176 Schauplatz der Natur.
Die Zu⸗ Einſchuitt in Form eines T an einem glatbeho-rungendes Ruchengartens.
ten Orte, das man ausſuchet, am Wild-ling oder Baum, den man verbeſſern will.„Hernach luͤfftet man mit dem breiten En-de des Pfropf⸗-Meſſers die aufgeſchnitte-ne Rinde oben geſchicklich, und ſteckt dasdreyeckichte Stuͤcklein beym laͤnglichtenEinſchnitte hinein, ſo tief, biß es mit ſei-ner Spize das Ende des J erlanget undgaͤnzlich bedecket ſey, ausgenommen dasAuge, ſo man heraus ſehen laͤſſet. Eini-ge Gaͤrtner haben auf eine andere Art,und mit gutem Erfolg, mit dem Schildzu pfropfen unternommen: Nehmlich ſielegen das dreyeckigte Stuͤcklein Rindevom guten Baume auf die Rinde desWildlings, machen in ſelbigen einen gleichgroſſen dreyeckichten Einſchnitt, den ſiefolgends herausloͤſen, und wegwerfen, anſeine ſtatt aber den guten Schild mit demAuge einſezen. aDamit die Rinden zuſammen wachſen,umwindet man ſie einigemahl gelinde mitZwirn von Flachſe, welcher beſſer taugetals der Hanfene, maſſen dieſer zu ſtarkdagegen haͤlt, und die Wurzeln nicht nachBelieben ſich ausbreiten laͤſſet. Dieſesheiſſet man mit dem Schild pfropfen, weildieſes ſpizige und dreyeckigte StuͤckleinRinde den Schilden der alten Ritter nichtunaͤhnlich ſiehet. Damit man ſichet fah-re