Band 
Zweyter Theil. Enthaltend, was ausser und in der Erde befindlich.
Seite
194
JPEG-Download
 

154 Schauplaz der Watur.

——

5*Das Be- erſt bey ſeinem zuruck tretten naͤhret und

ſchnei-den.

Noth-

zum Vorſchein bringet, wenn er vorheroin den Blaͤttern verduͤnnet und wohlrie-chend gemacht worden: Zu dieſer Muth-maſſung beweget mich, daß die Frucht anunbelaubten Aeſten verdirbt; daß ſie weitſchmackhaffter an den Baͤumen wird, denenman alle ihre Blaͤtter laͤſſet, ohne welcheabzuſchneiden; und weil dieſer Safft beymzuruktretten aus den Blaͤttern in die Fruͤch-te ſo gemaſſiget und zart iſt, daß er denObſt⸗Aſt ſchier gar nicht verdickert, ſo daßdieſer nach einigen Jahren abſtehet. Je-doch gebe ich dieſen Umlauf des Safftesnur fuͤr eine Muthmaſſung aus, woraufich nichts zu gruͤnden getraue.

Der Graf Ich bin in dieſem Stuͤkenicht gaͤnzlich mit Ihnen einig, mein Herr.Zwar glaube ich, wie Sie, daß die Blaͤtter

8 vieles zur Ernaͤhrung der Fruͤchte deytra-

Blatter.

gen, ja ſie ernaͤhren gar den Baum unddie Wurzeln ſelber. Auch iſt wahr, daßder erſte Safft, den das warme Wettermit Gewalt biß an das Ende der Aeſte indie Höhe treibet, weit geſchickter iſt fri-ſches Holz anzuſezen, als die Obſte-Kno-ſpen zur Reliffe zu bringen.

Ich gebe ferner zu, daß wenig Safft,wenn er beſſer auskochet und ſich mehrersmit dem fluͤchtigen Lufft⸗Salze vermiſchet,tauglicher iſt, dem Obſt ſeine behoͤrige 5

alt