Achtes Geſpraͤch. 17
ſtalt bald zu erthellen, wie man am Obſte Das Be
ſelber ſiehet, das von Wuͤrmern angegrif⸗ ſchneis
fen wird, und geſchwinder zeitiget. Und den.
auf dieſem Grunde beruhet die Gewohn-
heit, daß man einem Baume, der zuviel
Holz und kein Obſt bringet, einige Wur-
zeln wegnimmt. Nun bleibet gewiß, daß
diel Safft viel ehender Holz anſetzet, hin-
gegen wenn er in geringer Menge vorhan-
den, lieber Frucht bringet. Allein ich
zweifele, ob es mit allen dieſen Sachen ſo zu-
gehe wie Sie es meynen, und daß ſie die
Wuͤrkung eines ordentlichen und beſtaͤn-
gen Kreys⸗Lauffes ſepen. Ich habe ver-
ſchiedene Verſuche angeſtellet, welche be⸗Wechſels
weiſen, daß der Safft in die Hoͤhe ſteiget., weiſer
Allein dieſes Auf⸗ und Aoſteigen geſchiehet, N
wo ich nicht irre, wechſels weiſe. Des ledkarike
Tages treibet die Hize den Safft gerade by ste-
und an der Seite in die Hoͤhe. Dieſer phan Ha-
Saft düͤnſtet durch die Lufft⸗Loͤcher(Poros) er
der Blaͤtter in ſolcher Menge hinweg, daß the royal
der Baum um ein merkliches leichter wird. Society.
Bey einfallender Nacht⸗Kuͤhle gehet mit 1727.
dem Saffte eine Bewegung vor, welche
der vorigen ganz entgegen iſt. Die Blaͤt-
ter!, ſo des Tages uͤber ausgeduͤnſtet,
ſchlucken des Nachts die Feuchtigkeit der
Lufft und den Thau in ſich, und befeuch-
ten damit die Aeſte ebenfals. Wenn der
Safft durch dieſe Einfluͤſſe aus der LufftN 2 an-