Achtes Geſpraͤch. 221
gende Augen. Dieſe muß man beybehal⸗Das Be-ten. Biß hieher trifft alles noch ziemlich ſchnei-mit andern Obſt⸗Baͤumen ein; Allein den.weil die Feigen nicht an den zarten Aeſtleindes Baumes wachſen, ſondern an den ſtar-ken: ſo muß man es anderſt machen, als
bey andern, nemlich man muß die ſchwa-chen Aeſte des Feigenbaumes abſchneiden,
und die ſtarken erhalten. An dieſen wach-
ſen die Feigen gleich zum Holze heraus, oh-
ne daß einge Bluͤthen zuvor kaͤmen, weildieſe Frucht ihre Faͤdelein, ihren Staubund ihre Saamen⸗Koͤrner unter einer ge-meinen Decke hat. a
Der Prior. Hier iſt alles ganz be-
ſonder/ und von der gemeinen Ordnung un-terſchieden, die man bey anderm Obſtewahrnim̃t. Derjenige, ſo den Obſt⸗Baͤu-
men eine allgemeine Ordnung vorgeſchrie-
ben, machet darinnen auch eine Veraͤnde-
rung, wenn es ihme beliebet, und kan nichts
deſto weniger etwas hervorbringen, wenn ergleich die gewoͤhnlichen Geſeze der Frucht-barkeit nicht beobachtet. Aus dem Stie-
le der Blaͤtter, ſo nach Johannis auf demFeigenbaume wachſen, werden die Feigen-bluͤthen, oder die erſtern Feigen in kuͤnfti-
gen Jahre, wachſen; Aus dem Stiele jed-weden Blats, das im Fruͤhlinge ausſchlaͤ-
get, waͤchſet eine Feige, die im Herbſt reif
wird, wenn das Wetter warm und die La-
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