220 Schauplaz der Natur.
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Das Be⸗ziehet man heutiges Tages den andernſchnei vor, weil man ſicherer und leichter ſie pfle-den. gen kan, und die Frucht mit Beyhuͤlfe der
freyen Lufft viel ehender zeitiget.
Der Chevalier. Es iſt ſchade, daßdieſer Baum nicht die ſchoͤne Geſtalt desPomeranzen-Baums hat.
Beſchnei: Der Graf. Das Beſchneiden desden des Feigenbaums hat ſeine beſondern Gruͤnde:Feigen⸗ Sie beſtehen kuͤrzlich darinnen. Erſtlichbaums. kan man das Geſtraͤuſſe eines Feigen-
baums nlemahlen in eine ganz genau⸗ ab-gemeſſene Geſtalt bringen.
Der Prior. Dieſes iſt eben kein groſ-ſes Übel. Ein natürliches Weſen und ei-ne ordentliche, aber nicht abgezirkelte, Ge-ſtalt ſtehet allzeit gut, auch an ſoſchen Din-gen, die man aufpuzen kan.
Der Graf. Noch viel ehender ſoll manalſo den Feigenbaum vor allen Zwang be-freyen. Seine Batter ſind zu dreit undzur Formirung einer runden Figur gar zuunbequem. Es iſt genug, wenn man ihrnur nahe kommt, oder man iſt wenigſtenszu frieden, wenn der Baum nicht auf ei-ner Seite gewaltig lange Aeſte treibt, undauf der andern kurz bleibt.
Aeſte von falſchem Holze haben platte,oder wenig erhobene, anch weitlaͤuftig aus-einander ſtehende Augen. Die guten Ae-ſte haben groſſe und nahe e
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