Eilftes Geſpraͤch. 311
geben der Erde die Fruchtbarkeit, wennman ſie darauf ſtreuet. Gar offt iſt esſchon genug, wenn man nur allerley Er-de durcheinander miſchet, ſo, wie man ſieanzutreffen vermag, ohne weit darnach zuſuchen. Man darf nur an der Ecke desFeldes einige Schuhe tief graben, und dieMiſchung vornehmen.»Fleiſſige Haus-halter verwandlen alle Tage unnuͤze oderwohl gar ungeſunde und ſchaͤdliche Mo-raͤſte in ſehr gutes Acker⸗Feld, wenn ſieKies dahin fuͤhren laſſen, zu ſolchen Zeiten,Diben. Pferde nichts anders zu arbeiten
aben. iDaß man die Erde fruchtbar machetdurch ihre Vermiſchung mit Thon, odernur mit der naͤchſten beſten gemeinen Erde,die man beym aufgraben findet, das iſt kei-nes wegs eine neue Erfindung; Man thatdergleichen ſchon zu Plinii Zeiten in der Ge-gend von Coͤln und Bonn.
Sie ſehen, mein wehrter Chevalier, ausallen dieſen Gattungen von Dung und Beſ—-ſerung, die ſich allenthalben entweder auſ-ſen auf der Erde, oder in ihren Engewei-de zeigen, was fuͤr eine groſſe MengeHuͤlfs Mittel dem Menſchen aus beſondererVorſorge an die Hand gegeben worden,damit er aller Orten das abgaͤngige erſe-tzen, und, im Fall der Noth, der Unfrucht-barkeit ſeines Feldes abhelfen koͤnne. Die
u 4 Herr-
DerFeld-Bau.
Pplin.ibid.Ubii.