Fwoͤlftes Geſpraͤch. 3219
lein, ſtatt eines einigen Keimes, ſehr viele Das Ge-Keime beyſammen liegen; daß aber, unter trayde.dieſen allen, der kraͤftigſte am erſten auf-ſchieſſe, und die andern ausſage, es ſeye
dann, daß ſich ſo viele Nahrungs⸗Saͤſte
in Bereitſchafft finden, als mehrere Keime
zu ihrem Wachsthume erforden. Da wir
nun ſehen, daß ſo viele Keime aufſchleſſen,
als in Betrachtung der ihnen geleiſtetenHuͤlfs⸗Mittel und des vorhandenen Erd-
Salzes moͤglich iſt, ſo ſollen wir billig da-
rauf gedenken, dieſe Vielheit der Keime zu
unſern Nuzen anzuwenden.
Der Chevalier. Es fehlet uns nicht anallerley Salz. Vielleicht bringt man eskuͤnftig einmal ſo weit, daß man, leicht undohne Koſten, der Erde diejenige Art unddas gehoͤrige Maas von Salze liefern kan,das zu einer alljaͤhrigen ununterbrochenenFruchtbarkeit erfordert wird.
Der Prior. Sodann wuͤrde man voneinem Acker um einen dritten Theil, oderum die Helfte, mehr Nuzen ziehen.
Der Chevalier. Unterdeſſen, biß mandieſes entdecket, wollen wir dem alten Ge-brauche folgen. Was fuͤr Zeit muß manzum Saͤen wehlen?
Der Prior. Vor Winters ſaͤet man Weizen.Weizen, Rocken und Winter-Gerſte.Den Weizen kennen Sie. Doch giebt eseinige Gattungen davon, welche nicht ſo ge
mein