320 Schauplaz der Natur.
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Das Ge, mein ſind, als: rothen Weizen(ble rouge),trayde. den man im Fruͤhlinge ſaͤet; weiſſen Wei-
zen(ble blanc), den man in Dauphinè bauet,und in Flandern; Touzelle, ſo in Langue-doc gemein iſt, und Dinkel(epautte, fro-ment locar) davon die Teutſchen mehr zuſagen wiſſen, als wir.
Rocken. Von Rocken naͤhren ſich die gemeinen
Leute. Er waͤchſet auf dem ſchlechteſtenBoden, und in den trockenſten Jahren.Weil er erfriſchet, wird er offt mit etwasWeizen vermiſchet, den er milder, friſcherund wohlgeſchmackter machet. Wenn derRocken aus der Art ſchlaͤget oder ſich aͤn-dert, wornach man ihn ble cornu oder er-got nennet, ſo dienet er zu nichts weiter, alszum wegwerfen, denn ſein Gebrauch ver-urſachet gefaͤhrliche Krankheiten.
Winter⸗ Die Winter⸗Gerſte ſaͤet man noch vor
Gerſte.Eſcour
geon.
Winters. Ihre Aehren haben vier Sei-ten, hingegen die gemeine Gerſte nur zwey.Man ſchneidet ſie im Junio, und dienet ſieden armen Leuten, die unterdeſſen davonleben, biß die folgende Erndte ihnen Vor-rath auf den Winter mittheilet. Man kandie Winter⸗Gerſte abſchneiden, wenn ſienoch gruͤne iſt, und treibet ſie zwey biß drey-mal. Die Pferde lieben dieſes gruͤne ſo-
wohl, als die Koͤrner.Im Merzen ſaͤet man Habern, Gerſten,Einſen und gappreckeue Bubnenckeve Ferer