U
Zwoͤlftes Geſpraͤch. 3357
ihrer Huͤlfe weiter nicht bedarf. Dieſes Das Ge-alles werden Sie an allerhand Bohnen⸗ſtrayde,Arten, an den Erbſen, Citrull und Me-lonenKernen bemerken, welche Exempelhinlaͤnglich genug ſeyn koͤnnen.
Es giebt noch andere Koͤrner, derenHuͤlſe fich nicht in zwey Theile theilet, umder Pflanze die beeden Herz- Blaͤtlein zuſchaffen. Zwar giebt dieſe Huͤlſe demKeim ſeine erſte Nahrung; allein ſie bleibtunter der Erde, da ſie nach und nach ver-runzelt, verwelkt und zu nichts wird, jemehr das Pflaͤnzlein zunimmt, und aus derder Erde ſelber nahrhafftigere und ſtaͤrkereSaͤffte einſauget. Dieſes werden Sie amWeizen und Hirſen befinden, auf derenallmaͤhligen Wachsthum ich mit FleißAchtung gegeben habe. Gemeiniglich fan-gen die Getreyd⸗Koͤrner vier und zwanzigStund nach der Ausſaat zu keimen an.Das Getrayd-Pflaͤnzlein ſprenget ſeine Wurzel.Huͤlſe entzwey und ſetzt ſich in Freyheit.Es bringt ſeinen Stengel und ſeine Wur-zel herfuͤr. Die Wurzel ſteckt anfaͤnglichin einer Haut, die ſie aber entzwey ſpren-get. Einige Tage hernach treiben zweyandere Wurzeln zur Seite heraus, jed-wede aus der Huͤlſe, worinn ſie vorheroverborgen lag. Alle drey haben ihreWurzel- Haare, ſo die, ihnen aufſtoſ-ſende, Salz⸗ und Erd⸗Theile genau faſ-
8 al-