338 Schauplaz der Natur.
Das Ge⸗ Plaz hat, ſchieſſet ein Blat herfuͤr, das dietrayde. zweyte Roͤhre einwickelt und bewahret.
Aus dem zweyten Knoten ſchieſſet ein an-ders, das ſich um die dritte Roͤhre wickelt,und in dem dritten Knoten nimmt ein an-der Blat ſeinen Anfang, das die vierteRoͤhre, und die Aehre bedecket. Sodanniſt der unterſte Schuß, oder die Laͤnge desHalmes zwiſchen dem erſten und zwey-ten Knoten, von der Wurzel an zurechen,weit groͤſſer, als die Laͤnge zwiſchen demzweyten und dritten. Auf allen dieſen, ſozu ſagen in einander geſchobenen, Roͤhrenſtehet die Aehre, die man an ihren kleinen,durchſichtigen, und gleich den Perlen run-den, Koͤrnern erkennet.
Beſchnei,, Wann das Korn im Fruͤhlinge allzu vle-dung des le Blaͤtter treibet, daß man befuͤrchten muß,gruͤnen. es duͤrfte der Stengel darunter leiden, und
unter der Laſt der Aehren erliegen muͤſ-ſen, ſo laſſen die Land⸗Leute eine HeerdeSchaake auf den Acker treiben, damitſie die Spizen an den Blaͤttern abfreſſen,welche bald abfallen. Auf dieſe Weiſewird der in ihnen ſteckende Halm merklichgeſtaͤrket.
End-
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