Dreyzehendes Geſpraͤch. 387ihm nimmt, als von ändern Miſte. Die Dierechte Zeit die Weinſtoͤke zu duͤngen iſt im WeinNovember; Ware aber der Herbſt veg⸗ odeneriſch, ſo verſchiebt man es auf den Fe⸗ wein-bruarium, aus Beyſorge, es moͤchte die berge,Erde und der Miſt ein zaͤhes Weſen andie Stoͤke anlegen, welches ihnen ſchaͤdlichware 75
Wenn der Stock anfaͤnget zu bluͤhen, ſo Anbin-iſt es Zeit ihn an die Pfaͤhle zu binden. Zu⸗ den.gleich zwickt man ihn, nemlich kurz vor, Zwicken:vder nach dem anbinden. Den Weinſtockzwicken, heiſt die Spize an den Ranken,damit ſie nicht laͤnger wachſe, abnehmen,und die kleinen Sproͤßlinge abſchneiden, ſounten und neben an der Wurzel aufſchieſ-ſen. Dieſe Arbeit wird mehrmahlen wie-derhohlet, damit die Fruͤchte, die ſich zeigen,deſto mehrern Nahrungs⸗Safft erhalten.
Gleichfalls faͤllet noͤthig, daß man das JateneGras und Unkaut aus jaͤte, ſo um die Stoͤkeherum waͤchſet, und die Erde aus ſauget, derdurch ſeinen Schatten erkaͤltet. Doch ſollman weder zum jaͤten mit der Haue(Karſt),noch zum Umgraben mit dem Grabſcheitin den Weinberg gehen, wenn es geregnetoder gereifet hat. Denn wuͤhlet man dieErde nach dem Regen um, ſo wird ſie hart,und kan dle Lufft nicht eindringen, nochwuͤrken; Daher erfolget, daß viele Stoͤ—ke matt werden und abſterben. Geſchie-
II. Theil; Bb het