400 Schauplaz der Natur.zogen worden. Ich ſage meiſtens, denn
Derwein. einige muͤſſen zuruͤck bleiden, um die Bee-ren beyſammen zu halten, die ſich ſonſtenallenthalben auf der Kelter ausſtreuen wuͤr-den, woſelbſt man ſie voͤllig auspreſſet.Den Moſt, ſo man aus dem Bottig er-haͤlt, vermiſchet man hernach mit dem aufdie erſten zwey biß drey Drucke oder Zuͤ-ge ausgekelterten. Der folgende iſt ge-ringer, und thut man wohl wenn man ihnf beſonders gebrauchet.Wie man Nunmehro iſt der Wein gemacht, und„ die Faͤſſer abgelaſſen, die man nach dergehen Ordnung bezeichnet, was zum erſten, zwey-muß. ten, oder drittenmal gekeltert worden, es
mag rother oder weiſſer Wein ſeyn.Wenn er einige Tage in der Lufft vergoͤh-ren, deren Zahl auf die Zeitigung derTrauben und Witterung des Jahres an-
kommet, ſo verſchlaͤgt man die Faͤſſer, aber
nicht ſtark, damit der Moſt noch eine Zeit-lang ſeine groͤſte Hize ausrauchen koͤnne.Den Winter uͤber laͤſſet man ihn im obern
Keller, bey einfallender Sommer⸗Hize
legt man ihn in den untern, von dannen erzu Ende des Herbſtes wieder in den obern
gebracht wird. aDas heurige Gewaͤchſe kommt melſtensin neue Faͤſſer; beym Ablaſſen iſt daraufzu ſehen, daß der Wein in ein ſolches Faßgezogen werde, worinn vorhero welchera von