446 Schauplaz der Natur.
Die verurſachet auch, daß die Lohe oder gepul-waͤlder. erte Eichen⸗ und andere Baum⸗Ninden
ſo wohl dienen, das Leder zu bereiten undgeſchmeidig zu machen. Wenn man eineHaut zu verſchiedenen mahlen damit be-ſtreuet, ſo wird ſie dichte und lind. DasSalz durchdringet ſie allenthalben, ſtaͤr-ket ſie, und verwahret ſie gegen die Faul-niß. Das Oel, ſo nebſt jenem eindringet,macht ſie geſchmeidig, daß ſie allen Be-wegungen des Leibes nachgiebt, ja esene ſogar gegen das Waſſer undurch-dringlich.
Auch nach beſchehener Zubereitung desLeders iſt die Lohe gleichwohl kein unnuͤ-
Loh⸗Bal⸗zes Gekehkrigt. Man ballet ſie zu Klum-len. pen, die, nach vorgaͤngigem austrocknen,
armen Leuten zum einheitzen dienen. Weildie Aſche von dieſen Klumpen kein Salzmehr in ſich hat, ſo iſt ſie eine tode Erdeund faſt zu gar nichts mehr tauglich.
Es giebt noch andere Baum Rinden,damit man ſtarken Handel treibt. Eini-ge ſind gewuͤrzhaͤftig, als die Rinde vom
Zimmet. Zimmet⸗ Baum in Ceylan. Andere die-Chinchi⸗uen zur Arzney, wie die Rinde vom Pe-na Baſto⸗ruvianiſchen Baum, Quinquina genannt,der Rin⸗welche faſt allemahl die abwechſelndenden zum Fieber vertreibt, wenn ſie nur nicht alt undboinnen. ausgerauchet iſt. Einige Rinden laſſen
ſich ſpinnen; dergleichen iſt die Rinde vomHanff