Siebenzehendes Geſpraͤche. 2
zwinget. Ja ich nehme wahr, daß wir lie⸗ Dieber hier ad ö 5 in dem ſchoͤnſten Garten. eeenn man im ſelbigen etliche mahl an den Dieh,Blumen, Beeten auf⸗ und abgegangen iſt/ Trifftenund die Spalliere beſehen hat, ſo ſpuͤhretcan, daß dem Spazier⸗Gange noch etwasfehlet, welches man anderwaͤrts ſuchen muß 2Wise findet man inſonderheit auf einerieſe.
Der Chevalier. Unterdeſſen wendetman auf nichts ſo groſſen Fleiß an, als aufjuszierung eines ſchoͤnen Gartens, undingegen bekuͤmmert man ſich um nichtsweniger, als einer Wieſe ein treffliches An-ehen zu geben. 5Der Prior. Ein Garten mag ſo ſchoͤnſeyn, als er will ſo kommt er uns dennochallzuenge vor. Alle die Orte, welche unsberhindern weit um uns ſehen, ſcheinen un-dre. Freyheit einzuſchraͤncken. Mit derieſe iſt es nicht alſo beſchaffen. Es duͤn-ket uns als ob wir in gewieſſer Maſſe uns ingroͤſſere Freyheit ſetzen, und mehr nach eig-ten Belieben thun konnen, je langer unſerpazier⸗Gang wird. Weil der Menſchbep ſich verſpuͤhret, daß die Erde vor ihnGſchaffen worden, ſo kan er nicht lange mieFedul leiden, daß man ihm nur einen Theilbier Herrſchafft einraͤnmen will. Befin-it er ſich hingegen auf einem ſchoͤnen an-enehmen Plaz, deſſen Oröͤſe er nichtüber-g A 2 ſehen