4 Schauplatz der Natur.
DieWieſenundVieh-Trifften.
Schoͤn-
heit derWies;Gruͤnde.
ſehen kan; So kommt ihm vor als ob er inden Beſitz ſeines volligen Reiches trätte/ undbetrachtet mit innerlichem Vergnuͤgen, wieſich die Natur ihm, als ihrem Herrn, ohne
alle Ausnahme zu ſeinem eigenen Gutduͤn-
ken darſtellet. 5Dieſe anſezo vorgetragene Meynung iſtnicht etwan nur ein ſuͤſſer Traum den unsunſere Einbildungs⸗Krafft vorſtellet. Einweitlaͤuftiger Wies⸗Grund iſt in der That
unter allen Orten der ganzen Welt derſen-
ge, wo die Natur ſich am guͤtigſten gegenden Menſchen erweiſet. Sie hat ſonſtennirgend ſo groſſe Schoͤnheit und Fruchtbar-keit mit einander vereiniget. 150
Damit wir deſto lieber, und gemaͤchli-cher daſelbſt ſpazieren gehen moͤchten, hatdie Natur das Erdreich ganz eben undvermittelſt des Graſes und der Blumen,fanffte zu betretten gemacht. Zur Seiten
hat ſie anmuthige Huͤgel hingeſezet, davon
einige ſo nahe bey uns ſtehen, daß unſer Au-ge alles deutlich unterſcheiden kan; andereſich in der Ferne benebſt dem Geſichte ver-lehren. Dergleichen gewaltig⸗groſſe undliebliche Blumen ⸗Gaͤrten hat ſie vor uns.angeleget, und uns zugleich aller Muͤhe, ſiezu beeyfern und zu unterhalten lberhoben.Sie hat eine unausſprechliche Menge Saa-men ⸗Koͤrner darauf ausgeſtreuet, die wirwegen ihrer Kleinigkeit nicht wgre
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