2 Schauplatz der Natur
die Die Guͤtlgkeit und Vorſorge des Schoͤp-Wieſen fers hat nichts auſſer Acht gelaſſen. öVieh, Aber der vornehmſte Nutzen, 79Trifften wir von den Wieſen ziehen ist/ daß wir faſtNahrung ohne Kosten dieſenige Thiere fuͤttern koͤnnen,der Ochs ſo uns am nothwendigſten ſind. So wohlſen und der Maſt-Ochſe, als der, welcher in denSchaafe. Pflug geſpannet wird, hat zu ſeinem Un-terhalt nichts, als Gras, noͤthig. Das Pferd,deſſen Dienſte unzaͤhlig ſind, verlanget da-vor keine andere Belohnung, als daß wir
es frey auf die Weide lauffen laſſen; ks
degehret keine mehrere Verpflegung, nochSorge von uns. Die Kuh, deren Milchzu unſerm Lebens ⸗Unterhalt ſo vieles bey-traͤget, will ſonſten nichts, als nur eben die-ſe Gnade von uns haben.
Der Chevalier. Allein, wie iſt dasmoͤglich, daß grobes, und dazu offt welkesund ausgetrocknetes Gras und Kraut dasOchſen⸗ Fleiſch ſo ſafftig und vollkommen-gut machen kan? Wie kan ein wenig Heubey einem Pferde ſo viel Staͤrcke und Le-bens⸗Geiſter zuwege bringen, daß es ganzunermuͤdlich ſcheinet? Wie kan leztlich die-ſes Gras der Kuh die fette Milch geben, da-von ſich die Helfte des menſchlichen Ge-ſchlechtes ernaͤhret?*
Der Prior. Ihre Verwunderung iſtganz naturlich. Man muß geſtehen/ es ſeyedieſe Veraͤnderung oder Miche 1
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