11 Schauplatz der Naturund leget alles ab, was es verunreinigenkoͤnnte. Die hefftige Bewegung in derMitte des Stroms treibt die mit fortge-riſſenen groͤbeſten Theile gegen das Ufer/und wirft den Schlamm, den Sand unddie Kieſel an ſelbiges. Was das pechigte/lichte und fette Weſen betrifft, ſo ſteiget ſel-biges/ weil es leichter als das Waſſer iſt, bißauf ſeine Ober⸗Flaͤche, worauf es ſchwim-met/ und gar offt einen mercklichen Schaumverurſachet, der vom Wind und von denSonnen⸗ Strahlen wegduͤnſtet. Alſo be-findet ſich das Fluß Waſſer eben ſo ge-ſund, und wird nach einigem Ausruhen ebenſo helle, als was aus den haͤrteſten Felſen
entſpringet.
Der Chevalier. Man riethe mir alſſzu Pariß ohne alle Urſache, lieber das Wasſer bon Areueil, als das Waſſer aus der Seinezu gebrauchen. Ich ſehe gleichfalls, daßman eben ſo wenig Grund in Pariß hat/uͤber den Abgang der Quell⸗Brunnen dermaſſen wehzuklagen. Es waͤre wohl etwasunnuͤzes, wenn man von weitem, mit groſ-ſen Unkoſten, Quell ⸗ Waſſer dahin leitewollte, da ein 90 0 Fluß von ſelbſten vielgeſüͤnderes herben ſchaffeet.
Der Prior. Sie haben in dem Obſervstoro die zwey biß drey⸗Daumen⸗dicke Rinden geſehen, welche das Waſſer von Areneil in den Roͤhren/ wodurch es laufft/ 17 105