80 Schauplatz der Natur
thums⸗Herr von dem andern Geſtade, woder Fluß anſetzet, ſich erfreuet, daß erbeſtaͤndig ſein Feld vergroͤſſert ſiehet, ohnedaß er etwas dazu beytruͤge.
Dieſem Unheil, wenn es ſich ereignet,muß der Menſch durch Verſtand und Ar-beit abhelfen. Man wehret dem Waſſer-Schaden wenn man das Geſtade mit gu-tem Flechtwerke verwahret, oder noch beſ-ſer, mit ſtarken Dielen, die durch ſtarkePfaͤhle gegen die Erde feſtgehalten wer-
en.Das allerſicherſte Mittel, die Gewaltdes Waſſer abzuhalten/ und das Erdreich vordem Einfallen zubewahren, ware eine ſtarkeMauer, die man dem Strome ſchraͤgs entge-gen ſtellen muͤſte. Weil aber dergleichen Un-ternehmen nur von ſehr reichen Leuten kanausgefuͤhret werden/ ſo begnuͤget man ſichgemeiniglich Waſſer⸗Sporen von Holzwerkanzulegen, und mit Erde oder Bruch⸗Stei-nen auszufuͤlen. Das Waſſer laͤſſet ſeineWuth an dieſen Materien aus, die man imFall der Noth ausbeſſert und alſo dem Un-tergang der Laͤndereyen vorbeuget.Mit gleicher Geſchicklichkeit erhaͤlt man ſichim Beſitze des angefloͤſſeten Erdreichs.Wenn das Waſſer von einem Geſtade ab-weichet; ſo ſorget der daran ſtoſſende Eigen-thumer, das verlaſſene Erdreich von kuͤnf-tiger neuer Uberſchwemmung zu befreyen 0
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