DieIluͤſſe.
Schauplatz der Natur
und reinern Steinen, als man in den Edel-geſtein⸗Gruben in Pegu findet.
Der Chevalier. Weil dieſe Fluͤſſe Zu-weelen und Gold bey ſich fuhren, ſo muͤſſenſie durch unterſrdiſche Gaͤnge gelauffen ſeyn,worin dergleichen befindlich. Was ſiedaſelbſten abſpuͤhlen, bringen, ſie mit ſichheraus. Auf dieſe Weſſe muͤſten wir inFrankreich Gold⸗Bergwerke haben.
Der Prior. Man hat gar ſchoͤne Adern
bey Bouconville in Picardie, und zu Rumi-Sni in Champagne gefunden, ingleſchen an-dere in Dauphine und ſonſten. Zwar hatdas wenige gediegene Gold, das man beymerſten Einſchlagen gefunden, einen Eckelvor dergleichen Arbeit ohne Nutzen verur-ſachet; Allein vielleicht hat es mit dem An-fange der Gold⸗ Adern eben dieſe Bewand-naß, als mit den Anbruͤchen der Adern vonMergel, Steln⸗Kohlen, Bley und andernMineralien. Die meiſten darunter laſſenſich anfangs nur ganz ſchwach ſpüͤhren, her-nach findet man mehr ergiebige, bißweilengar unerſchöpfliche Gaͤnge. Alles, was dieNatur machet, das machet ſie ordentlicherWeiſe im groſſen. Sie arbeitet keine Sa-chen nur halb aus. Schon vor mehr als1700. Jahren hat Diodorus Siculus ange-merket, daß die Gallier Gold aus ihren Fluͤſ-ſen laͤſn. Es fahren auch dieſe biß auf den
heutigen Tag fort, unter der Erde der 95