206 Schauplatz der Natur
Das ſet; und dieſe uͤbertrifft den ordentlichen An-Meer. wachs des Meeres um nicht viel mehrers/1 als um ſieben Schuhe. Allein ich habe Ih-
1 nen nichts gemeldet von der Ebbe und Fluth,19 davon Sie erwaͤhnen/ welches eine ganz an-dere Sache iſt..Alle Tage, oder doch meiſtentheils, wirddas Waſſer des groſſen Welt⸗ Meeres,vielleicht auch der andern Meere, obſchon1 nicht ſo merklich ſechs Stunden aneinander4 von Mittag gegen Mitternacht, beweget,und erhebet es ſich bißweilen mehr/ bißwei-1 len weniger uͤber den Strand: Dieſes heiſ-ſet man die Fluth. Es bleibet ohngefaͤhreine Viertel⸗ Stunde in eben dieſem Zuſtan-ö de, oder in dieſer Hoͤhe, wornach es ab-laufft, und ſechs Stunden damit zubringet.0 Dieſes Zurucklauffen des Waſſers vonNorden gegen Suͤden, und von unſern Kuͤ-6 ſten gegen das hohe Meer, heiſſet man dieEbbe. Es verbleſbet eine Viertel⸗Stundelang in ſeiner groͤſeſten Niedrigkeit/ wor-9 nach die Fluth wiederum gegen den Strand1 anzulauffen beginnet. Die Fluth richtet9 ſich nach des Monden Lauff. Dieſer lauf-1 fet taglich zweymahl durch eine gewiſſe Li-0 nie, die wir in Gedanken, von dem Poloan, biß auf unſern Scheitel⸗Punkt ziehen/und welche hernach unſern horizont unddas untere halbe Theil der Erd⸗Kugel(he-miſphærium inferius) in zwey gleiche Dh