296 Schauplatz der NaturDie Aber die Stimme des Donners jaget de-
Lufft. nen ein Schrecken ein, welche dieſes Gute
mißbrauchen. Wenn ſie der Strahl gleichverſchonet, ſo ſchrecket und warnet er ſiedoch. Alles, was um und neben uns iſt/prediget uns von ihme, und ladet uns mitgroſſer Guͤte zu ſeiner Liebe ein, oder no-thiget uns, durch drohende Zuruͤſtungen ihnzu Fuͤrchten. fDas Gewitter iſt nicht zu unſerer Unter-weiſung allein beſtimmet. Es verbeſſert dieLufft von Grund aus, wenn ſie durch all-zulanges Stillſtehen zu dicke worden. Estodet das Ungeziefer, ſo zwar zu gewiſſenAbſichten noͤthig iſt, unterdeſſen aber durcheine gar zu ſtarke Vermehrung ſchaͤdlichfallen muͤſte. Es erfullt die Ciſternen undWaſſer⸗Behaͤltniſſe in ſolchen Landſchaff-ten, die keine Quellen haben, und gieſſet oͤff-ters in einer Stunde eben ſoviel Waſſer inunſere ausgetrocknete Fluͤſſe, als die Win-ter⸗ Zeit, waͤhrend etlichen Monathen durchſachtes Ausr innen thun kan.
Erdbeben. Eben diejenigen Urſachen, welche die Aus
duͤnſtung des Waſſers, und die uͤber unſernHaͤuptern ſchwebende Lufft⸗ Zeichen, ver-urſachen, bringen auch unter uͤnſern Fuͤſſeneben dergleichen fuͤrchterliche Wuͤrkungen zuwege: Ich will ſagen, das Erdbeben unddie Feuerſpeyenden Berge. Dieſe Dingedarf man nicht von einander trennen, ſee-
r
2 r r