Sechs und zwanzigſtes Geſpraͤche. 449
nen gewachſen Eiſen⸗Erz noͤthig vor einen Diefen, welcher 2500. biß 3 J00. Pfund Berg-
Eiſen daraus ſchmelzet. Weil der Mutzen Werke.
der Privat⸗Perſonen dem allgemeinen Nu-
tzen nachgehet; ſo erlaubt der Koͤnig, daß
man das Erz nehmen kan, wo man es fin-
det, und dem Eigenthuͤmer davor etwas zu
ſeiner Ergoͤtzlichkelt bezahlet; welches, wenn
ich mich vecht beſinne, auf zehen Pfennige
von der Tonne ſich belaufft. Sobald ein
Guß geſchehen/ nemlich alle ſieben Viertel-
Stunden, ſo legen zwey ſtarke Schmelzer
en Ofen wieder voll Kohlen und Erz) undauf dieſes eine zimliche Menge einer gewiſ-len ſteinigten Erde, ohne welche das Schmel-zen nicht geſchehen wuͤrde. Koͤnnen der1 Prior mir die Urſache davon erklaͤ-
en?
Der Prior. Weil dieſe Erde vollerEiſen⸗ Theilgen iſt, ſo gebrauchet man ſieeben deswegen zur Arbeit, denn ſie ver-mehret das Metall. Doch iſt auch ganzgewiß/ daß ſie nach Ihrer Erzehlung dasSchmelzen erleichtere. Das Erz beſtehetaus mekalliſchen Theilen, aus Erde undSand. Nun fragt ſichs, wie man das Me-tall von der Erde und dem Sande abſchei-den ſolle? Die erſte Scheidung geſchiehetdurch das Schwemmen mit Waſſer, wel-ches vielen Sand und Erde wegnimmt.Das flieſſende Metall iſt nichts anders, als
III. Theil. Ff ein