S
2
Sechs und zwanzigſtes Geſpraͤche. 477
del; ſo belieben Sie mir zu ſagen, was die,
G von der Weise dunket! wie man Terſetahl und Blech machet? Denn meines:
Wiſſens haͤlt man es vor ein Geheimniß.
Der Prior. Die Bereitung des Stah⸗ Stahl.les aus dem Eiſen iſt bey den Teutſchen et-was ganz gemeines. Sie haben hierzu Jbeſondere Oefen: In ſelbige legen ſie das 0Eiſen, ſo auf der Eiſen⸗Huͤtte ſchon durchalle Feuer gegangen war, und ſchuͤren ſolange zu, biß es um zwey drittheile weni-ger worden; das uͤbrige ſchmieden ſie her-nachgehends, und dieſes iſt der Stahl.
In einigen Huͤtten ſchlaͤgt man das Eiſenin einen Teig von Aſche, die ihr Salz ver-lohren, und von geraſpelten Horn.
Eben ſo offenbahr iſt auch die Weiſe, wie Blech.man das weiſſe Blech machet. Es iſt ſel-biges nichts anders als verzinnt Eiſen⸗Blech-mit welchem man eine dreyfache/ keineswe-ges kuͤnſtliche, Arbeit vornimmt. Erſtlichbeitzet man es in Kuffen mit Waſſerund Eſſig/ damit es weiß wird. Her-nach reibet man es mit einem in Leim ge-tunkten Schwammen, und beſtreuet esmit gepulvertem Salarmoniac, oder ſehrfein geriebenen Weinſtein⸗ Salz. Zuletztſtoͤſſet man es in ein eiſernes, 18. Zoll tieffes,Gefaͤſſe, voll geſchmolzen Zinn, laͤſſet es ei-ne halbe Minute in ſelbigem, und ſodanniſt es weiſſes Blech. Worzu man es
f 5 Ff 5 braucht