Sechs und zwanzig ſtes Geſpraͤche. 459
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man Zinnober nennet. Gleichwie man Die
urch Kunſt Zinnober bereitet, wenn man Berg;
Queck⸗ Silber mit Schwefel vermiſchet; Werke.
alſo kan man auch aus gegrabenem Zinno-
ber das Queck⸗ Silber abſcheiden, wel-
ches die ſonderhare Eigenſchafft hat, daß
es ſich mit Silber und Gold vereiniget.
Will man nun die Gold⸗Koͤrnlein auf das
genaueſte aus dem Fluß⸗ Sande ziehen;
ſo gieſſet man Queck⸗ Silber uͤber ſolchen,
welches nur die Gold⸗Theilgen nicht aber
die irdiſchen Theilgen einſchlucket. So
ſchwehr es aber iſt, ſo beſtehet es nichts
deſtoweniger aus ſo zarten Theilen, daß
ſie das Feuer, leicht mit ſich wegnimmt;
folglich laſſet man das Queck ⸗ Silber
im Feuer verrauchen, oder druͤcket es durch
Handſchuh⸗ Leder, wornach man das Gold5— im Schmelz- Tiegel oder im Leder
ndet. N 5
Das Gold aus den Berg⸗ Gruben heiſ-ſet man ſelbſtgewachſenes oder geſchmolze-nes. Jenes, oder das gediegene findet man
zuweilen etliche Quintlein ſchwehr, ja wohlzwey bi drey Mark. Es laͤſſet ſich durchbloſſes Waſchen von der Erde abloͤſen.Dergleichen Art, das Gold ohne Hülfe desFeuers zu erhalten, iſt die allervortheilhaff-eigſte, aber auch ſeltenſte. Sie iſt beyem reichen Metalle gewoͤhnlich, das man
aus den Chiliſchen Berg⸗Werken gewin-
bet, h Das