Sechs und zwanzigſtes Geſpraͤche. 467zum Exempel ein Quint, und ſchmelzet esmit zwey Quint fein Silber. Wenn eserkaltet/ ſchlaͤgt man es auf dem Amboſſeſo duͤnne als Papier, rollet es zuſammen,und bringt es in das Scheide ⸗Waſſer undFeuer. Hierdurch werden die zwey Quintund alles uͤbrige Silber, das mit dem Gol-de vermiſchet war, aufgeloͤſet, und dieſesbleibt in der groͤſten Reinigkeit zuruͤcke.Vergleichet man hernach den Abgang mitder erſten Schwere; ſo erkennet man;wie viel es Silber bey ſich habe, und wie55 ihm noch an der verlangten Guͤte feh-et. aDer Chevalier. Ich hoͤre oͤffters vonder Guͤte des Goldes reden, weis aber nicht
was man damit ſagen will..Der Prior. Die Gute des Goldes undSilbers iſt ein gewiſſer Grad, von derFeine und Reinigkeit dieſer Metallen; folg-lich iſt ſie nach demſelbigen Grade unter-ſchieden. Das Gold iſt vollkommen gut,wenn es gar keinen Zuſatz hat. Das Sil-ber iſt vollkommen gut, wenn es mit keinemgeringern Metal verſetzet iſt: Ja es darffnicht einmahl Gold halten, weil es eineEinfalt waͤre, dasjenige vor Silber wegzu-geben) was weit mehrers wehrt iſt, undman heraus ſcheiden kan. Ein KlumpenGold laͤſſet ſich in Gedanken in vier undzwanzig Theile theilen, und jedweder TheilG92 in
DieBerg-Werke.