Sechs und zwanzigſtes Geſpraͤche. 471
bestimmen; Doch wurde auch dieſer Noch DieGbgeholffen, indem man Gold und Silber⸗Berg-Stuͤcklein, und hernachmahls runde Schei⸗ Werke.
ben gebrauchte, worauf ein kund bares oͤffent-liches und glaubwuͤrdiges Zeichen gedrucktwar, woraus der Verkäuffer erſehen kon-te, daß dieſes Stuck⸗ Metall ſo viel wiege,
von allem Zuſatze wohl gereiniget, und auf
den moͤglichſten Grad der Feine geſetzet ſeye.Wegen ſeiner groſſen Seltenheit ſpahrteman das Gold zu Bezahlung groſſen Sum-men, und bediente ſich zu taͤglichen Aus-—— anderer Metalle, die man haͤuffigerfande. Einen ſolchen Urſprung hat das
Geld gehabt, und hierinnen beſteht der
hauptſaͤchliche Nutzen des Goldes. Nunwollen wir die ubrigen unterſüchen.
Wie unzaͤhlig viele ſchoͤne Sachen, wasvor reicher Schmuck wird nicht von denKuͤnſtlern daraus bereitet, deren Geſchick-lichkeit eben ſo viel Lob verdienet, als das
glaͤnzende Metall, das ſie verarbeiten. Die
Goldſchmiede verfertigen allerhand Geraͤthedavon, welches zum theil klein und Privat-Perſonen anſtandig, anderes aber ſehrpraͤchtig iſt/ und ſich in die Tempel und vorgroſſe Potentaten ſchicket. Die Juwelie-rer vermehren den Glanz der Edelgeſteinedamit, welche faſt alle Anmuth ohne der-gleichen Einfaſſung verloͤhren. Die Sti-
Ker ſetzen es geſchicklich zur Seide, zur
Wolle