des Schauplatzes. 509
zu bekuͤmmern die ſich der Schoͤpfer vorge-ſetzet hatte. Ein ſolcher Gelehrter wuͤſteweniger, als ein anderer ehrlicher guterMann, welcher ohne viel zu ſpecullren,aus welchen Urſachen die Wuͤrkungen inder Natur geſchehen? vielmehr denjenigenohnaufhoͤrlich anbetete, welcher dieſe wun-derbahre Maſchine ſeinetwegen in Bewe-gung ſetzet, und die Erde taͤglich mit neuemSegen erfuͤlet. Man kan alſo die ſelten-ſte Dinge aus allen vier Erd⸗ Theilen zu-ſammen ſchleppen, die Sterne abzaͤhlen,die Bewegung der Planeten ausrechnen,die Wiederkunft der Cometen vorher ſagen,das Ungeziefer ſubtil zerlegen, ja die Elemen-te ſelber zertheilen, man kan zu dieſem allennoch eine Menge artiger Verſuche fuͤgen, und
doch ganz und gar unwiſſend bleiben. Die
ganze Natur iſt eine ſchoͤne Uhr, die uns durchihre Bewegung ganz etwas anders beybrin-gen will/ als was man aͤuſſerlich an ihr ſie-het. Der Natur, Kuͤndiger, ſo Zeitlebensnichts anders vornimmt, als dieſe Bewe-gung zu betrachten, ohne weiter zu gehen, iſtdem vorhero angeführten Wilden volligaͤhnlich. Er bemuͤhet ſich Dinge herauszu bringen, die man ohne Schande nichtwiſſen darf, und vielleicht niemahlen rechtbegreifet; dagegen laͤſſet er den einigenwichtigen Punet unberuͤhret liegen, nemlichzu wiſſen, was man mit der Uhr thun ſolle?
Wie-