Band 
Dritter Theil. Enthaltend, was ausser und in der Erde zu betrachten.
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Guͤtig-des;

Auch indenenſchaͤdlich-ſcheinen-den Sa-chen.

124 Gebrauchſich nichts; das durch bloſſen Zufall, oderaus einer blinden Nothwendigkeit entſtan-den waͤre. Auch dasſenige, was am aller-oͤffteſten geſchiehet, geſchiehet allezeit mitvollkommenſter Freyheit. Es iſt keine Nothwendigkeit, daß die Sonne morgen aufge-hen müͤſſe; oder wenn es eine iſt, ſo iſt ſiees deswegen, weil die Sonne nothwendi-ger Weiſe dem ganz freyen Befehl des All-maͤchtigen gehorchet, der ihr eine ſolcheBahn vorgeſchrieben wie es ihm beliebet,und ſelbige mit gleicher Freyheit wieder ver-andern kan, wenn es ihm beliebet.

Jedoch iſt dieſe Freyheit nicht eigenſinnig.

G Ott bedienet ſich ihrer nicht zum Prahlen

und zu zeigen, daß er thun koͤnne, was erwolle. Der Gebrauch ſeiner Freyheit wirdallezeit durch ſeine Guͤtigkeit angeordnet:Dieſe, fuͤr uns ſo nuͤtzliche Wahrheit legetſich gleichermaſſen in der ganzen Natur vorunſere Augen. 5

Wie kan dieſes eine Guͤtigkeit ſeyn, wirdman ſagen, daß ſo vieles ſchaͤdliches Unge-zlefer erſchaffen worden? Zum Exempel,dieſe zernagende Wuͤrme, die unſere Schif-ſe ganz unvermerkt durchbohren, die Pfaͤh-le an unſern Daͤmmen und die Stutzenunſerer Haͤuſer nach und nach zu Grunderichten? 8

Dieſe Wuͤrme, aleichwie alle uͤbrige,bereiten, vermittelſt Zerſtoͤrung eines Din-5 ges

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