236 Gebrauch idaſiger Orten offt ſtatt des Brodes gebrau-et ö
Jedoch, wir wollen denenjenigen nichtsantworten, die nichts anders thun, alsſchmaͤhlen. Es laufft wieder Vernunfftund Erbarkeit, wenn man das VerhaltenGottes rechtfertigen will. Selbiges hatunſeres Lobes nicht vonnoͤthen. SeineWeisheit und Guͤtigkeit fallen uͤberall indie Augen: Faͤllet es uns bißweilen gleichſchwehr, die Abſichten ſeiner Werke zu er-rathen; ſo beweiſet dieſes zwar die engeGraͤnzen unſeres Verſtands, nicht aber ſei-ner Mildigkeit. Alles, was wir auf demSchauplatze der Natur geſehen haben, hatuns billig uͤberzeugen ſollen, der Menſch ſeydie wahre Abſicht von allem, was GOttgeſchaffen, auch von ſchaͤdlich⸗ſcheinendenDingen. Was wir ein Übel nennen, iſtofft ein wahrhafftiges Gutes, und giebt faſtallezeit die Materie oder Gelegenheit zu ei-ner ſolchen Tugend, welche hoͤher zu ſchaͤ-zen iſt, als Unempfindlichkeit und Ruhe.GoOttes Abſicht bey allen Dingen gehet da-hin, uns zu bereichern, zu uͤben, oder zuunterweiſen. Dieſe herzruͤhrende Wahr-heit bedarf keines Beweiſes mehr; wohlaber iſt uns noͤthig/ daß wir ſie fleiſſig erwaͤ-gen, und eben darinnen beſtehet unſere wahre
Wielt ⸗ Weisheit. Es iſt vergeblich, wenn
wir uns unaufhoͤrlich bemuͤhen, die Werke8 5 g der
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