Erſte Unterredung. 5
Er zu unſern Eltern; Aber von der Frucht Der Ve-eines gewiſſen Baumes ſollet ihr nicht ruff des
eſſen.glaube ſo gewaltig klaget, entziehet keines-weges dem Menſchen etwas, ſondern ſiegereichet ihme, nach der genaueſten Wahr-heit, vielmehr zur groͤſten Ehre. OhneZweifel iſt es eine beſondere Hoheit vor ihn,daß er zum HErrn geſetzet iſt uͤber alle, ſo-wohl unbelebte, als lebendige Geſchoͤpfe.
Die Thiere ſind bereits vor ihm erſchienen;
Er hat die Neigung, die Lebens⸗Art undGeſchicklichkeit eines jedweden ſchon unter-ſuchet, und ihm einen Namen beygeleget,welcher ſeine Eigenſchafften und ſein Be-tragen ganz genau ausdruͤcket. Indem ernun dabey wahrnimmt, daß eine jedwedeArt der belebten Geſchoͤpfe zu ihrer Nah-rung nur einige gewiſſe Fruͤchte der Erdegenieſſen, und zu ihrer Ubung nur eine ge-wiſſe Arbeit vornehmen kan, welche be-ſtaͤndig einerley bleibt; So erkennet er hier-
aus, daß nur ihm alleine ein Verſtand ge-
geben iſt, welcher alles beurthellet, wel-cher den Gebrauch von allen Dingen ein-ſiehet, und welcher ſich eben ſo weit, als ſei-ne Herrſchafft, nemlich uͤber die ganzewohnbare Erde erſtrecket. Dieſe Vorzuͤ-ge ſind groß, und muͤſſen ihm vortrefflichgefallen. linterdeſſen iſt noch ein anderer
3 uͤbrig,
Men-Dieſe Einſchraͤnkung, woruͤber der Un, ſchen.—