Erſte Unterredung. 9
So geben ſie uns zweifelhafte und wider⸗ Der,ſprechende Antworten. Hingegen doͤrfen*wir nur das erſte Buch Moſes aufſchla⸗ Iren-gen, ſo erfahren wir, daß alles, was auf ſchen.Erden iſt, um des Menſchen Willen dar-auf gekommen, und ihme der Beſiz davonmit dem erſten Augenblicke ſeines Lebenseingeraͤumet worden ſey, doch mit demBedinge, er ſolte durch eine einzige ſehrgeringe Einſchraͤnckung oͤffentlich bekennen,er habe alles dieſes der Hand des Allmaͤch-tigen zu dancken. So vortreflich iſt dieWelt- Weißheit, welche man ſogleich ausen erſten Blaͤttern der Schrifft erlernet!Sie ſezet den Urſprung der Gottesfurchtin die Danckbarkeit. 0Allein, wenn in dieſem oͤffentlichenBekenntniße des goͤttlichen Ober⸗Eigen-thumes der allererſte Gottesdienſt beſtan-den, welcher dem Menſchen abgefordertwurde, ſo muͤſte dieſer Begriff ſeinem Ge-muͤthe einen ſehr ſtarcken Eindruck verur-ſachet haben. Es haͤtte alſo dieſes Bezeu-gen einer Gottesfurcht von Adam auf dievon ihm abſtammende Voͤlcker ſich fortpflanzen, und die Merkmahle davon al-ler Orten ſichtbar ſeyn muͤſſen?Dieſer Einwurff iſt ſehr vernuͤnfftig;Wir wollen alſo die Geſchichte vom Vol-ke GOttes bey Seite legen, und nachfor-ſchen, was alle uͤbrige Voͤlker in dieſerA 5 Sache