Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Der

8 Schauplatz der Natur.

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ben. Denn dieſe Befreyung haͤtte ihn in

Veruff den Rang der allerveraͤchtlichſten Thiere

des

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ſchen.

herab geſezet; ja er waͤre, bey Betrach-tung ſeiner Reichthuͤmer und ſeiner Vor-zuͤge, in Gefahr geſtanden, aus Hochmuthnoch weit veraͤchtlicher, als dieſe Thiere, zuwerden. So geſchickt aber dieſes Zeug-niß ſeiner Unterthaͤnigkeit war, ihn ſeiner-Pflicht zu erinnern, und in ſolcher zu erhal-ten; ſo wenig Muͤhe erfordert diejenigeHandlung, mit deren Ausuͤbung es ver-nuͤpfet war. Indem ſich der Menſchdem verbottenen Baume aus Gehorſamnicht naͤherte, ſo gab er durch die Enthal-tung von einer einigen Sache zu verſtehen,daß er alles beſize, ob er gleich auf nichtseiniges Recht habe; Er bezeugte dadurch,aß er einen Herrn uͤber ſich erkenne, ohnedeswegen ſeine eigne Herrſchafft zu verlieh-ren. Gott ſezte die Unſterblichkeit zurBelohnug einer ſo billigen und ſo wenigbeſchwerlichen Religions-Ubung; Alleiner warnete den Menſchen, daß er in dem er-ſten Augenblicke des Ungehorſams, dasallervortreflichſte Stuͤck ſeiner Hoheit ver-liehren, und gleich den uͤbrigen Thieren dieallgemeine Veraͤnderung empfinden wuͤr-de, wodurch G Ott dle Natur erneuert und

die Geſchoͤpfe abwechſelt.Fragen wir die Weltweiſen, wozu dieErde und der Menſch beſtimmet* 2So