Band 
Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
Seite
14
JPEG-Download
 

DieHerr.ſchafftdesMen-ſchen.

14 Schauplatz der Natur.

2 VBilde gemacht, weil er ihn zum herrſchen,zum befehlen, und alles ordentlich auf der

Erde einzurichten, beſtimmet hatte.Wenn man alles zuſammen nimmt,was die Weltweiſen jemals von demStande der Menſchen zu erkennen, zuſchreiben und zu beweiſen, foͤhig geweſenſind, ſo kommt es dennoch dem Nachdruckedieſer wenigen Worte bey weiten nicht bey!Gott ſchuf den Menſchen zu ſeinemEbenbilde. Dasjenige, was uns dieſewichtige Wahrheit begreifllich macht, wor-an uns am allermeiſten gelegen iſt, das iſtmehr ein einzelnes Wort, als eine ganzeRede zu nennen: Aber in dieſem einzelnenWorte iſt ſchon alles begriffen. öDie Weiſe, wie GOtt ſeineſ Abſichtbey dem lezten unter ſeinen Geſchoͤpfen insWerk richtete, uͤberzeuget uns vollends nochvon der Vortreflichkeit deſſelbigen„ undlaͤſſet uns mit voͤlliger Gewißheit einſehen,wozu es gleich Anfangs beſtimmet geweſen.GOtt zog den Menſchen nicht, gleichwie dieuͤbrigen Thiere, durch ein Wert aus demNichts herfuͤr; ſondern er bildete ſeineGliedmaſſen aus einem Erdenklos. Ausdieſem machte er anfaͤnglich eine ſchoͤneBild⸗Saͤule, und ließe ſie eine Zeitlangohne Leben, ohne Vernunfft und ohne dasgeringſte Vermoͤgen, da ſtehen. Dieſeswar wohl kein Ebenbild GOttes; Dieſeswar