Iwepyte Unterretung. 15
war der Beherrſcher nicht, welchen die Die
Erde bekommen ſolte. Herr-Biß hieher iſt das Schaf, ſo auf den beste
Feldern weidet, und der Hirſch, ſo über fen
die Ebene dahin rennet, weit ſchaͤzbarer, als ſchen.
dieſer unbewegliche Klumpen. Ja geſezt,
er haͤtte Leben und Odem, ſowohl als die
Thiere; ſo wuͤrde er dem ohngeachtet noch
geringer ſeyn, als ſie. Die allermeiſten ſind
an Geſchwindigkeit ihm uͤberlegen; Und
da er nackend und ohne Waffen iſt, wie ſoll
er ſich vor den Klauen des Adlers, vor den
Zaͤhnen des Loͤvens und vor dem Nuͤſſel
des Elephanten beſchuͤzen?
In dem Augenblick, da Gott dieſeBild⸗Saͤule belebt und ihr die Vernunfftſchenket, veraͤndert ſich alles. Ich bemer-ke zwar an den Thieren, daß ſie benebſtihrem Coͤrper auch noch eine gewiſſe Ge-ſchicklichkeit beſtzen; allein ſie iſt blos aufdie dieſem Coͤrpe eigene Beduͤrfniße einge-ſchraͤncket, und in dem Gebrauche gewißerGliedmaßen, welcher beſtaͤndig einerleybleibt, eingeſchloſſen, ohne die gerinſte
offnung eine groͤſſere Vollkommenheit zuerlangen. Mit dem Menſchen iſt es ganzanders: Jezo hat er die Vernufft be-kommen; durch dieſe iſt er mit allem ver-ſehen, durch dieſe erkennet er keine an-dere Oberherrſchafft, als ſeines Schoͤp-fers, und uͤbet ſelbſten eine an dem außernund innern der Erde aus, welche nur 10al-