Iweyte Unterredung. 19
brauch ordentlich ein; Es ſtehet ihm frey/ob er ſie jetzt oder kuͤnftig anwenden will.Er überfaͤllet die reiſſenden Thiere in ihreneigenen Hoͤhlen, und rottet ſie aus, odererhaͤlt ſie in der Furcht. Er vermindertdie Anzahl derjenigen, welche ſchaͤdlich fal-len wuͤrden; Er vermehret diejenigen, dieihm nuͤtzlich ſind, biß auf ganze Heerden,und verſchaffet ihnen Weide; er ſetzet al-les auf die Probe, und erweitert die Nuͤtz-lichkeit einer Sache, indem er ihr eine an-dere Geſtalt giebt. Nichts kan ſich ſeinerHerrſchafft entziehen.
Er iſt es, welcher dieſe Ziegen losge-gelaſſen hat, die an den Waͤnden der Ber-ge herum klettern, das gruͤne Geſtraͤuſſebiß zu oberſt auf ihrem Gipfel, des Ta-ges uͤber aufſuchen, und des Abends aufein gegebenes Zeichen zuruͤcke kehren. Iſter es nicht, der dem Hunde befohlen hat,an ſeiner Stelle Achtung auf die Schaa-fe zu geben, die ſich auf dem Felde zerſtreu-en? die Stimme des Menſchen iſt es,welche den Zug der groſſen Heerden in Ord-nung erhaͤlt. Man hoͤret allenthalben, wieer ſeine Befehle austheilet. Die Straſ-ſen, die Ufer der Fluͤſſe, die See⸗Hafenund die Staͤdte erſchallen von dem Getoͤ-ſe der Laſt Thiere, die unter ihme, undfuͤr ihn arbeiten. Von dem Gipfel derBerge an, biß in das innerſte der Erde,