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Fünfter Theil. Worinnen der Mensch an sich selbst, dessen Beruf und Geschicklichkeit betrachtet wird.
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Iweyte Unterredung. 19

oder er haͤtte keine Anſtalt zu machen, alsin der Kuͤche im Waſch⸗Hauſe oder auchim Kuͤchen⸗Garten; ſo uͤbet er nichts de-ſtoweniger ſeine Vorſichtigkeit, ſeine Ge-duld und ſeine Geſchicklichkeit; Er regie-ret; Er iſt nuͤzlich und lobenswehrt; Er iſtwuͤrcklich ein Menſch. Allein, ſo bald erdas regieren unterlaͤſſet, ſo ſchlaͤget er ausder Art. Vernunfft und Tugend werdenunfruchtbar in ihm. Er faͤllet ſodann inden allererſten Zuſtand des Menſchen zuruͤ—cke: Er iſt nichts mehr, als ein Koth-Klumpen, oder auf das hoͤchſte ein ſchoͤ-nes Bild, ein todter Goͤze.

Dieſe vor den Menſchen ſo vortheil-haftige Begriffe, flieſſen eines theils ganzungezwungen aus den wenigen Worten,womit uns die Schrifft von unſerer Hoheitund von unſerer Aehnlichkeit mit dem al-lerhoͤchſten Beherrſcher aller Dinge Nach-richt giebt; andern theils aber ſtimmen ſieganz augenſcheinlich mit der Erfahrunguͤberein, welche die Fiſche, die Voͤgel, dieThlere auf Erden und uͤberhaupt alles,was die Natur hervorbringt, dem Men-ſchen allein unterwuͤrfig macht. Jedoch esiſt nicht genug, dieſe Wahrheiten nur ein

einziges mahl fluͤchtig zu uͤberſehen; Wirmuͤſſen die verſchiedene Arten, wie der

Menſch ſeine Herrſchafft ausuͤbet, ſorgfaͤl-tig erwaͤgen, und ſodann werden wir un-b V 2 ſere

DieHerr-ſchafftdesMen-ſchen.